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Was man in Mykolajiw unbedingt machen sollte

Das Gebäude ist leicht an seiner hohen Rotunde mit dem flachen Dach zu erkennen, in deren Mitte sich eine kreisförmige Öffnung befindet, die für die Beobachtung von Sternen in der Nähe des Zenits vorgesehen ist.
Tausende von Seenavigatoren lernten hier, die Position eines Schiffes anhand der Beobachtung des Nachthimmels zu bestimmen.
Heute können Besucher die Sternwarte im Rahmen einer faszinierenden Tagesführung besichtigen oder einen Besuch zur Beobachtung des Sternenhimmels bei Nacht buchen.
Am Eingang des Zoologischen Gartens von Mykolajiw kann man schon von Weitem die ambitionierte Aufschrift „Der beste Zoo der Ukraine“ sehen. Ob dies tatsächlich zutrifft, lässt sich nur nach einem persönlichen Besuch beurteilen.
Die Geschichte des Zoos begann mit einer kleinen privaten Tiersammlung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom damaligen Bürgermeister Mykola Leontowytsch zusammengetragen wurde.
Heute leben im Zoo mehr als 5.500 Tiere, die etwa fünfhundert verschiedene Arten repräsentieren. Gegenwärtig ist dies die größte zoologische Sammlung der Ukraine.
Hier können Besucher Elefanten, Tiger und Giraffen aus nächster Nähe sehen, ein badendes Flusspferd bewundern oder Flamingos beobachten, die anmutig auf einem Bein stehen.
Der Yachtklub von Mykolajiw hat seit seiner Gründung im Jahr 1888 weder seine Funktion noch seinen Standort verändert und bleibt der älteste Yachtklub der Ukraine.
Seit Mitte der 1990er Jahre findet hier jährlich die Regatta „Pokal der Kinburn-Nehrung“ statt. Dutzende von Liebhabern des Segelsports versammeln sich, um die spannenden Wettfahrten zu beobachten.
Auf dem Gelände des Yachtklubs befinden sich mehrere Cafés, Sitzbänke, Pavillons und ein Kinderspielplatz, was ihn zu einem beliebten Erholungsort der Einwohner macht. Darüber hinaus eröffnet sich von hier ein wunderbarer Blick auf den Fluss Südlicher Bug.
In der Vergangenheit befand sich in diesem Gebäude das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte in der Stadt Mykolajiw. Heute befindet sich hier das Museum für Schiffbau und Flotte.
Die Ausstellung des Museums umfasst mehr als hundert Schiffsmodelle aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Hier können Besucher:
– Fragmente historischer Schiffe besichtigen;
– versuchen, seltene Seekarten und Dokumente zu lesen;
– erfahren, wie verschiedene Navigationsinstrumente funktionieren.
Vor dem Museumsgebäude befindet sich eine Allee, die bedeutenden Flottenkommandeuren gewidmet ist.
Die Inhul-Klappbrücke verbindet das Stadtzentrum mit dem Wohnviertel Soljani. Sie wurde für die Durchfahrt von Schiffen und Wasserfahrzeugen konzipiert, die auf der Werft von Mykolajiw gebaut oder repariert werden, was erklärt, warum sie vergleichsweise selten geöffnet wird.
Der bewegliche Teil der Inhul-Brücke ist mit 55 Metern der zweitgrößte in Europa und wird nur von einer Brücke in Rotterdam übertroffen, deren Hebesektion sechs Meter länger ist.
Die Warwariwka-Brücke über den Fluss Südlicher Bug überspannt den Südlichen Bug und verbindet den Stadtteil Warwariwka am rechten Ufer mit dem übrigen Stadtgebiet am linken Ufer.
Die Besonderheit dieser Klappbrücke besteht darin, dass sie die einzige Brücke in der Ukraine ist, die sich horizontal öffnet und sich dabei um neunzig Grad dreht. Ihr Betrieb ist ein beeindruckendes technisches Schauspiel.
Dieses historische Denkmal befindet sich im Zentralrajon der Stadt zwischen den heutigen Straßen Admiralska, Naberezhna, Puschkinska und Artyleriiska. Trotz seines Namens ist dieser Ort nicht für seine Bäume bekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckten Archäologen hier eine alte befestigte Siedlung, die zwischen 1300 und 900 vor unserer Zeitrechnung existierte.
Die Stätte bewahrt die Überreste einer Hafenstadt aus der Zeit des Trojanischen Krieges (13.–12. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung). Nach Angaben von Historikern erwähnte der altgriechische Dichter Homer genau diese Siedlung in seinem Epos „Odyssee“ als das „Land und die Stadt des kimmerischen Volkes“.
Was diesen Ort besonders macht:
Die Stadt der Kimmerier. Wissenschaftler betrachten sie als Proto-Stadt oder Handelsplatz der Kimmerier. Sie existierte gleichzeitig mit der legendären Stadt Troja und wurde tausend Jahre vor dem Bau der ersten ägyptischen Pyramiden gegründet.
Archäologische Funde. Bei Ausgrabungen wurden Überreste von Wohnhäusern, Wirtschaftsgruben, Kultbauten und Verteidigungsgräben entdeckt. Zu den wertvollen Artefakten gehören bronzene Äxte, Keramiken und Gegenstände aus Knochen.
Freilichtmuseum. Heute handelt es sich um ein offenes Gelände, auf dem Besucher die freigelegten Fundamente antiker Bauwerke besichtigen können. Die Stätte besitzt den offiziellen Status eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung.
Die Herkunft des Namens:
Der Name „Wilder Garten“ steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Archäologie. Im 19. Jahrhundert wurde auf Anordnung von Admiral Greig hier ein Obstgarten angelegt, der offiziell Admiralitätsgarten genannt wurde. Da in der Umgebung auch „wilde“ Bäume ohne Fruchttrag wuchsen, setzte sich mit der Zeit die volkstümliche Bezeichnung „Wilder Garten“ durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Garten als Brennholz abgeholzt, und es blieb eine freie Fläche zurück, unter der später die befestigte Siedlung entdeckt wurde.
Der Flottenboulevard, den die Einwohner von Mykolajiw häufig als „Obere Uferpromenade“ bezeichnen, ist einer der ältesten und malerischsten Teile der Stadt. Er wurde im 19. Jahrhundert als Erholungsort für Marineoffiziere angelegt und verbindet heute historische Größe mit einer angenehmen Atmosphäre. Der Boulevard liegt auf dem hohen Ufer des Flusses Inhul und bietet Panoramablicke auf die Inhul-Brücke, die Schiffswerften und die Mündung des Flusses in den Südlichen Bug. Auf dem Boulevard stehen Denkmäler für den Stadtgründer Mychajlo Faljejew und Admiral Makarow. Die Alleen sind von jahrhundertealten Platanen gesäumt.
Beim Hinabsteigen über die breite Treppe zur „Unteren Uferpromenade“ gelangen Besucher in einen lebendigeren Bereich. Dies ist ein beliebter Ort für morgendliches Joggen sowie für Fahrten mit Inlineskates und Fahrrädern. Hier befinden sich Sommerterrassen von Cafés, Anlegestellen für Ausflugsschiffe während der Navigationssaison sowie die bekannte Kunstinstallation „I Love Mykolaiv“. Die Nähe zum Wasser schafft eine besondere Atmosphäre: Man kann Yachten und Segelboote beobachten oder einfach Möwen füttern und dabei die Flussbrise genießen.
Die Soborna-Straße ist die Hauptverkehrsachse der Stadt und eine der längsten Fußgängerstraßen der Ukraine, von der etwa ein Kilometer als Fußgängerzone gestaltet ist. Ein Spaziergang über die Soborna-Straße gehört für jeden Besucher zum Pflichtprogramm.
Die Straße beginnt am Flottenboulevard, führt über den zentralen Soborna-Platz und erstreckt sich bis zum Kastanienpark. Ihre Architektur spiegelt die Verbindung verschiedener Stilrichtungen wider – von historischen zweigeschossigen Gebäuden mit schmiedeeisernen Balkonen bis hin zu modernen Einkaufszentren.
Im Kastanienpark, dem Herzen der Straße, befindet sich ein Denkmal des Heiligen Nikolaus, des Schutzpatrons der Stadt. Am Eingang des Parks „wachen“ die berühmten bronzenen Löwen, die traditionell als Treffpunkt dienen.
Die Soborna-Straße ist das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Zahlreiche Cafés, Bäckereien und Restaurants erfüllen jeden Geschmack. Im Sommer verwandelt sich die Straße in eine blühende Oase mit Straßenmusikern und offenen Terrassen, während sie im Winter zum Mittelpunkt der festlichen Beleuchtung wird. Frei vom Autoverkehr bleibt die Soborna-Straße der ideale Ort für einen entspannten Spaziergang, bei dem man mit einer Tasse Kaffee in der Hand den wahren Rhythmus von Mykolajiw erleben kann.


Offizielle Webseite von Mykolajiw:

https://mkrada.gov.ua/en

Die Namen der Städte und Regionen wurden gemäß der ukrainischen Rechtschreibung und der ukrainischen Sprachpraxis ins Deutsche übertragen.