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Was man in Krywyj Rih unbedingt machen sollte

Der Legende nach errichtete der tapfere Kosake Rih im hohen Alter sein Haus genau an der Stelle, an der die Flüsse Inhulez und Saksahan zusammenfließen. Da der Kosake in Kämpfen ein Auge verloren hatte, wurde er vom Volk „Krywyj“ (der Krumme) genannt. Oft kehrten die Tschumaken von der Krim zurück und fragten: „Sollen wir nicht bei Krywyj Rih vorbeischauen?“ Die Jahre vergingen – der Kosake Rih war längst nicht mehr am Leben, doch der Name blieb bestehen: Krywyj Rih. Dem Kosaken Rih wurde mit einer Bronzestatue auf einem Sockel aus Eisenerz ein Denkmal gesetzt.
Die größte Blumenuhr Europas. Der Durchmesser ihres Zifferblattes beträgt 22 Meter, die Länge des Stundenzeigers 8 Meter und die des Minutenzeigers 12,5 Meter.
Unter der Uhr befindet sich eine moderne 3D-Videogalerie des städtischen historischen Heimatmuseums, in der Filme über Krywyj Rih, seine Geschichte und seine moderne Entwicklung sowohl im 2D- als auch im 3D-Format gezeigt werden. Rund um das Gebäude der Uhr befindet sich zudem eine Ausstellung bedeutender Objekte aus den Stadtbezirken.
n Krywyj Rih gibt es ein Pendant zur Metro – die Schnellstraßenbahn. Es handelt sich um eine Kombination aus einer oberirdischen Straßenbahn und einem Verkehrssystem mit unterirdischen Tunneln, wodurch sie einer U-Bahn ähnelt. Der größte Teil der Strecke wurde nach U-Bahn-Standards gebaut, als Fahrzeuge werden jedoch Straßenbahnwagen eingesetzt. Die Metrotram ist der einzige Ort in der Ukraine, an dem Linksverkehr gesetzlich geregelt ist. Die Gesamtlänge der Schnellstraßenbahnlinie beträgt 4️3️ Kilometer.
Ein einzigartiges und beeindruckendes Schauspiel, geschaffen von den Händen der Bergleute – der gigantische Tagebau der Aktiengesellschaft „Südliches Bergbau- und Aufbereitungskombinat“. Seine Tiefe erreicht 375 Meter, seine Länge 3 Kilometer und seine Breite 2,6 Kilometer. Seine Fläche entspricht jener von drei Staaten der Größe Monacos. Im Tagebau kann man die Prozesse der Eisenerzförderung mit eigenen Augen beobachten und mehr darüber erfahren. Seit dem Jahr 1953 wurden aus dem Erdinneren 1,6 Milliarden Tonnen Eisenerzrohstoffe gefördert.
Im metallurgischen Unternehmen der öffentlichen Aktiengesellschaft „ArcelorMittal Krywyj Rih“ können Besucher faszinierende Produktionsprozesse beobachten.
In der Kokerei (Koksofenbatterie Nr. 5 und Nr. 6) wird den Besuchern die Möglichkeit geboten, an der Kühlung des glühenden Kokses teilzunehmen – eines Produktes, das durch das Verbacken von Kohle in speziellen Öfen bei Temperaturen von etwa 1100 Grad Celsius entsteht. Nachdem der Koks die Koksofenbatterie verlassen hat, wird das glühende Produkt mit gereinigtem Wasser auf etwa 150 Grad Celsius abgekühlt. Anschließend wird der Koks auf ein Förderband geleitet, das ihn automatisch entsprechend seiner Klasse sortiert und für die weitere Verwendung in den Betrieben vorbereitet.
In den gegenüberliegenden Teilen der Stadt befinden sich zwei Museen für Bergbautechnik von Industrieunternehmen, in denen Exponate ausgestellt werden, die früher von Bergleuten im Produktionsprozess genutzt wurden. Für Liebhaber des Industrietourismus ist dies ein wahres Paradies. Zu den Exponaten gehören ein BelAZ-Muldenkipper, ein Güterwagen (Dumppcar) mit einer Tragfähigkeit von 105 Tonnen, eine Grubenlokomotive mit Lorenwagen, ein Bulldozer und vieles mehr.
Die Natur und die industrielle Schönheit der Stadt vereinen sich im Landschaftsschutzgebiet von nationaler Bedeutung Balka Piwnitschna Tscherwona. Einer Theorie zufolge entstand diese Schlucht an der Stelle eines Kraters, der durch den Einschlag eines Meteoriten gebildet wurde. An den Hängen der Schlucht treten Felsen an die Oberfläche, durch ihren Boden fließt ein Bach, an den Hängen gedeiht eine einzigartige Pflanzenwelt, und es lebt eine vielfältige Tierwelt. Neben den Naturwundern befinden sich hier kleine alte Steinbrüche und Halden, ein Bahndamm sowie die Pfeiler einer Brücke, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Pfeiler der Eisenbahnbrücke ragen wie majestätische Pyramiden über den Boden hinaus, und auf den Steinen, aus denen sie gebaut wurden, sind bis heute die persönlichen Steinmetzzeichen erhalten geblieben. Die dreißig Meter hohen Steinpfeiler der Brücke werden seit Langem von Extremsportlern zum Klettern und Rope-Jumping genutzt.
Viele touristische Routen, darunter Wander- und Fahrradrouten, führen über die Rote Brücke. Die Ausblicke auf das Schutzgebiet, die sich von hier aus eröffnen, sind einfach überwältigend.
Die MODR-Felsen sind ein geologisches Naturdenkmal von lokaler Bedeutung und ein einzigartiges Freilichtmuseum der Geologie. Dieses Gebiet besteht aus einer Gruppe von Felsen am Hang des Inhulez-Tals, die einen Teil des Ukrainischen Kristallinen Schildes darstellen. Eisenhaltige Quarzite wechseln sich mit Schiefern ab, sind gefaltet und von zahlreichen Verwerfungen und Rissen durchzogen. Die größten Felsen, Adlernest und Kleine Adlernest (28 Meter beziehungsweise 12 Meter hoch), eine Felsengrotte, eine Quelle mit Grundwasser sowie eine einzigartige seltene Pflanzenwelt ziehen Besucher immer wieder an.
Die „Krywyj-Rih-Berge“ findet man auf keiner Weltkarte – es handelt sich um Abraumhalden, die durch die Ablagerung von Gesteinsmassen aus Tagebauen, Bergwerken und Aufbereitungsanlagen entstanden sind. Die „Krywyj-Rih-Berge“ existieren seit dem Jahr 1881 bis heute. Der besondere Reiz dieser Halden liegt in der wiederhergestellten Natur, die sich für aktive und komfortable Erholung eignet und zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit bietet, sowohl die Natur als auch die vom Menschen geschaffenen Landschaften zu genießen. Besonders beeindruckend ist der nächtliche Blick von den Halden auf die Industriestadt. Die spektakulärsten Halden sind die Burschtschyzkyj-Halde, die Petrowskyj-Halde und die Perschotrawnewyj-Halde.
Eine einzigartige technogene Formation, die durch die Aufschüttung der Halden der Aktiengesellschaft „Südliches Bergbau- und Aufbereitungskombinat“ mit einer Höhe von bis zu 150 Metern entlang des Flussbettes des Inhulez entstanden ist. Anstelle eines ebenen Flusstales wurde die Landschaft künstlich in einen echten Gebirgscanyon verwandelt. Für eine solche Formation auf der Erdoberfläche gibt es in Europa keine vergleichbaren Beispiele. Die Länge des Canyons beträgt 2,2 Kilometer, seine Tiefe 150 Meter und seine Breite am Boden 200 Meter.
Im Garten wurde eine Sammlung unterschiedlichster Pflanzen aus aller Welt zusammengetragen, von denen viele im Roten Buch der Ukraine und der Welt aufgeführt sind. Auf dem Gelände befinden sich ein Arboretum, Gewächshäuser, ein Garten der kontinuierlichen Blüte, ein Rosengarten, ein Flieder- und Gartenjasmingarten sowie eine nationale Sammlung ukrainischer Federgrasarten. Auf den Wegen des Botanischen Gartens kann man eine echte Wanderung unternehmen oder sich einfach im Gras ausruhen. Dieser Ort verzaubert zu jeder Jahreszeit.
In der Nähe des Krywyj-Rih-Kollegs der Nationalen Luftfahrtuniversität befindet sich ein einzigartiger Flugzeugpark der Ukraine, der auf dem Gelände einer luftfahrttechnischen Basis entstand, auf der sich bis Ende der 1970er Jahre der alte Stadtflughafen befand. Im Flugzeugpark kann man zahlreiche Fluggeräte besichtigen, darunter zwei einzigartige Exponate: das Düsenpassagierflugzeug Tu-154, das bei den Dreharbeiten zum ersten sowjetischen Katastrophenfilm „Die Besatzung“ eingesetzt wurde, sowie das Langstreckenflugzeug Tu-114.
Das malerische Landschaftsschutzgebiet von lokaler Bedeutung stellt eine künstlich geschaffene Berg- und Seenlandschaft mit drei überfluteten Steinbrüchen und Abraumhalden, einzigartigen Gesteinsaufschlüssen sowie einer sich selbst regenerierenden Natur mit seltenen Pflanzen- und Tierarten dar. Am Ufer des nördlichen Steinbruchs wurde ein Erholungsgebiet eingerichtet.
Bei der Wiederbelebung der alten Traditionen des Schmiedehandwerks legt der Meister des Handschmiedens seine ganze Seele in die Arbeit und nutzt zugleich moderne Technologien, die seine Tätigkeit erleichtern. Deshalb werden Schmiedeerzeugnisse weltweit so hoch geschätzt – sie sind bezaubernd und faszinieren durch ihre filigrane Schönheit. Das Unternehmen „ARTINI“ beschäftigt sich seit 1997 mit dem Schmiedehandwerk. In dieser Zeit hat es umfangreiche Erfahrungen in seinem Fachgebiet gesammelt und bietet kreative Exkursionen an, bei denen Besucher eigene Souvenirs aus Eisen schmieden können.
Die Orte, an denen das blau schimmernde Wasser die Granitwände der Steinbrüche umspült und an denen die Elemente Wasser und Stein eine perfekte Komposition des industriellen Erbes von Krywyj Rih bilden, werden als überflutete Steinbruchbecken bezeichnet. Im Sommer kann jeder Interessierte in den Steinbrüchen Karatschuniwskyj und Oktjabrski baden. Ihre Tiefe beträgt bis zu 70 Meter.
Zweifellos erfordert eine Kajakfahrt viel Mut, Kraft, Ausdauer, Tapferkeit und sogar ein wenig Verrücktheit. Schließlich muss man dem schnellen Wasserstrom gewissermaßen einen Schritt voraus sein, den weiteren Verlauf der Ereignisse vorhersehen und rasch handeln. Dank der Begeisterung der Touristen haben Kajakfahrten in Krywyj Rih große Popularität erlangt.
Beeindruckend und faszinierend sind die Einsturztrichter des Krywbas, die durch den Zusammenbruch der Decken von Hohlräumen in den oberen Ebenen der Bergwerke entstanden sind. Die tiefsten erreichen mehr als 200 Meter Tiefe. Charakteristisch sind ihre steilen Hänge, die an Gebirge erinnern, ihre eindrucksvolle rote Farbe sowie die freigelegte Tiefe der eisenhaltigen Erdschichten. Beim Betrachten kann sich der Besucher vorstellen, wie ein Weg zum Mittelpunkt der Erde aussehen könnte. Vergleichbare Einsturzformationen gibt es in Europa nicht.


Die Namen der Städte und Regionen wurden gemäß der ukrainischen Rechtschreibung und der ukrainischen Sprachpraxis ins Deutsche übertragen.